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Thema: Einschläfern lassen?!


Beitrag von: Mrs.Charlotte am 20.12.2008 - 23:00 Uhr
Hallo,

ich möchte hier mal einen Thread eröffnen, um mit euch über das Thema „einschläfern lassen“ nachzudenken. Mir geht es darum, das Thema sensibel zu diskutieren. Keinesfalls soll es irgend ein Vorwurf an jemanden sein. Denn auch hier muss jeder selbst eine Entscheidung treffen – und die kann von Fall zu Fall verschieden sein.

Eine Reihe von Tierkommunikatoren berichtet, dass Tiere nicht eingeschläfert werden wollen, oder wenn, dann deutlich später, als der TA vorschlägt. Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen und denen von sehr feinfühligen Freundinnen, die klar spüren, was ihre Katze oder ihr Hund braucht.

Natürlich bin ich froh, dass es zumindest für Tiere die Möglichkeit gibt, gehen zu dürfen, wenn das Leiden zu groß ist. Ich mache Sterbebegleitung bei Menschen, und da gibt es manchen, der diesen Wunsch auch hätte.

Aber es gibt auch die vielen alten Menschen, die oft schlimme chronische Schmerzen haben, wo auch kein Morphium mehr hilft, und die trotz allem leben WOLLEN.

Wir entscheiden hier über das Wohl unserer Tiere. Und ich gehe davon aus, dass es zumindest hier im Forum nach bestem Wissen und Gewissen geschieht. Aber da es eine Frage des WISSENS ist, schreibe ich diesen Beitrag. Und mit der Bitte, hier auf euer Herz zu hören, denn dort erreicht uns die Botschaft unserer Lieblinge. Nicht immer ist das, was alle sagen, in einem speziellen Fall richtig.

Bitte versteht mich richtig – es geht hier nicht darum, irgend einen User im Nachhinein zu beurteilen. Tut das bitte auch nicht für euch selbst. Aber jede/r von uns wird vermutlich in der Zukunft wieder vor dieser Frage stehen.

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße

Charlotte

Beitrag von: Basheera am 20.12.2008 - 23:20 Uhr
bei meinem Kater gab es die Frage nicht...er ging für mich total überraschend und binnen Minuten ganz von selbst, obwohl er gar nicht so sehr alt war...

war da völlig perplex und sehr sehr traurig...

anderer Fall...ich hatte damals meiner Ex-Schwiegermutter auf deren Wunsch hin einen Kater besorgt, der war aus dem Wurf meines Neffens und mein Mann und ich haben ihn ihr gebracht...

sie wohnte auf dem Lande, Katerchen war Freigänger und sie hat ihn geliebt, um so weniger werde ich es jemals verstehen können...

wir waren mal wieder da und Katerchen kam Stunden später nach uns, er schrie und maunzte herzzerreißend, die gequälten Töne hätten auch jedem Nicht-Katzenhalter in Mark und Bein gehen müssen...

mir war binnen Minuten klar, daß der Kater Gift aufgenommen haben mußte, hatte das ja mit meinem schon erleben müssen und der Zustand war auch bei ihm so derart, daß er nur noch erlöst werden konnte...

konnte das dann nicht fassen, da jeder meinte, er könne und wolle das nicht, bzw brächte das nicht fertig, den Kater zum TA zu bringen, also habe ich mir mit einem Handtuch den Kater gegriffen, der wegen der Schmerzen schon total aggressiv war, meinen Mann als Fahrer verdonnert und ab zum TA...

werde das nie vergessen, als die Wirkung der Spritze einsetzte, die ihm wohl auch etwas die Schmerzen nahm, kam er nochmal mit letzter Kraft hoch, leckte mir die Hand, die er vorher noch blind vor Schmerzen attackiert hatte...so als wollte er mir sagen...

hey danke, daß Du als Einziger den Mumm hattest, das für mich zu tun und diesen Weg mit mir zu gehen...

Beitrag von: Maja11 am 21.12.2008 - 09:46 Uhr
Das war die einzig richtige Entscheidung, Charlotte. Hut ab, denn den Ärger mit der EX-Schwiegermutter nachher kann ich mir vorstellen...

Auch ich musste eine solche Entscheidung treffen, und auch in dem Fall meiner mit 15 Jahren an einem agressiven Hautkrebs im Gesicht erkrankten Charlie bin ich nicht zu früh gegangen.
Nur irgendwann ( 2 Monate nach der Diagnose)ist sie vor Gegenstände gelaufen und konnte ihren Napf und nichts mehr erkennen oder orten. Das war an einem Wochenende und wir haben den Sonntag genutzt, um intensiv Abschied zu nehmen. Es war mir so, als ob sie mich in meiner Trauer noch trösten wollte. Montags abends ist sie dann erlöst worden.
Vielleicht war das nicht die letzte Entscheidung dieser Art, die ich treffen musste. Aber es gehört zum Leben mit Tieren oftmals dazu und ich werde weiterhin auf mein Gefühl hören, wenn es um so ein sensibles Thema geht.

Beitrag von: Mrs.Charlotte am 21.12.2008 - 13:42 Uhr
Hallo Minouche, hallo Maja

Ihr habt recht, das sind beides Fälle, wo ich vermutlich ebenso entschieden hätte. Mein Beitrag soll ja einfach dafür sensibilisieren, genau hinzufühlen, wenn es um die Entscheidung zwischen "leben wollen" und "Leiden beenden" geht.
Auch unsere Tiere sind wie wir unsterbilche Seelen, die eine Erfahrung im sterblichen irdischen Körper machen. Sterben bedeutet die Geburt in eine andere Welt, und es ist nach meinem Verständnis wichtig, wie dieser Übergang erfolgt.

Liebe Grüße

Charlotte

Beitrag von: Maja11 am 21.12.2008 - 20:09 Uhr
Hallo Charlotte,
wichtig für den Übergang war meiner Meinung auch die angenehme und ruhige Athmosphäre in der Praxis. Ich habe mich da gut aufgehoben gefühlt, es war nicht nur der Akt des Einschläferns, sondern eine kompetende Begleitung. Das ist sowohl für das Tier als auch den Halter ein Zeichen von Respekt und Würde.

Beitrag von: *Minnie* am 21.12.2008 - 22:17 Uhr
Ein guter Tierarzt wird auch niemand mit einer Einschläferung überrumpeln, wenn es nicht ein absoluter Notfall wäre. Man weiß zwar dann die sichere Todesdiagnose, kann sich dann aber noch verabschieden und vor allem sensibel auf sein Tier eingehen. Man merkt den Tieren schon irgendwann den Punkt an, an dem sie sich selber aufgegeben haben und kann dann den TA kommen lassen.

Was alte Menschen betrifft, wollen sie oft auch nicht mehr und warten quasi auf den Tod. So war es bei meiner Oma, der wortwörtlich das Sterben zu langsam ging. Und oft verhungern alte Menschen regelrecht, da sie die Nahrungsaufnahme am Ende fast oder ganz einstellen, wenn man sie lässt. Aber da stellt sich ja nicht die Frage, da aktive Sterbehilfe ja hier verboten ist. Ob`s immer sinnvoll ist, gut, kann man diskutieren, gehört aber eigentlich jetzt nicht in ein Haustierforum.

Beitrag von: Wuselrudel am 21.12.2008 - 23:00 Uhr
Hmm...
auch ich habe verschiedenes bei Tieren erlebt..
Manche Tierärzte waren so schnell damit,
dass ich es traurig fand und nicht einwilligte..

Ein Meerschweinchen von mir..
..ich war wohl so 14..
Es hatte eine virusinfektion und eine schnell voranschreitene Lähmung.
Es war klar, dass sie nur noch etwa einen bis zwei tage hatte..
Ich habe ihr also schmerzmittel geben lassen um sie in einen angenehmen Zustand zu versetzen und habe sie in ihren letzen Tagen zusammen mit irem freund gelassen..Sie hat die lekersten Dinge gefressen ..
Während ihren letzten Minuten streichelt ich sie
und Ihr freund "purrte" ihr beruhigend zu.. Friedlich ist sie gegangen.

Eine Taube habe ich mal gefunden..etwa ein jahr später..
Sie konnte nicht fliegen, deshalb wollte die tierärztin sie einschläfern..
Ich hab sie mir geschnappt und ging.
Habe sie mit Taubenfutter aufgepäppelt und sie dann draußen gehalten,
sieist nach ein paar woche weggeflogen...

Der Hund meines Vaters hate eine fettgeschwulst.
er lebte noch lange damit.
Am ende war es wirklich ein riesiger Tumor,
doch er war noch munter,
dann ging es aber schnell bergab und wir riefen den Tierarzt,
der ihn BEVOR er nicht mehr hochgekommen wäre
zu Hause einschläferte..
Das fiel mir allerdings sehr schwer,
dieser hund war wie mein Bruder.
Doch gerade da sollte man sich nicht aus der verantwortung stehlen..


Generell finde ich,
muss ein jeder selbst enscheiden wann der zeitpunkt gekommen ist.
Obwohl icnicht so weit gehe,
dass jedes alte und kranke tier durch dei Spritze des Arztes sterben sollte.
Und erst recht nicht in einer arztpraxis.

Wenn dann zu Hause.
und auch nur, wenn man weiß,
dass der sterbeprozess ansonsten in entwürdigende schmerzende Länge gezogen würde.. Wenn ich allerdings weiß, mein Tier ist krank.
Es wird binnen weniger zeit sterben,
DANN würde ich nicht dazu raten die augen vor dem STERBEN zu
verschließen und es dem tierarzt zu überlassen,
sondern mein Tier in den Tod zu begleiten.
So habe ich es bei mehreren Kleintieren gemacht.

Das war nicht leicht,
doch es war ehrlich und echt.
ch weiß nicht wie ich es sagen soll..
Ob man das so versteht..
Der Tod wird so sehr tabuisiert.
Das finde ich nicht richtig, das ist ein ganz natürlicher Prozess..
Und als solches sollteman es behandeln.
natürlich mit respekt, mit viel davon und feingefühl.
Sensibles gehen lassen..

Ich habe einen alten Hund.
Ich holte sie mit 13 JAhren aus dem tierheim.
man sagte mir "sie wird bald sterben, tu dir das nicht an"
Ich muss dazu sagen, sie ist aufgelebt,
sie wirkt nicht wie ein alter hund.
Nicht wie ein Hund der zu gehen bereit ist.

Und sollte der Zeitpunkt kommen
werde auch ich wieder vor der entscheidung stehen
und wirklich wissen, was ich dann tu...ne, ich weiß es nicht..
Am liebsten wäre es mir wenn kein arzt dabei wäre.

Am liebsten wäre es mir, es passiert in einer warmen jahreszeit
und wir ziehen uns an einen schönen Platz im Wald zurück ..
Ich Gizmo und die alte Amy..

Und dann werden wir weinen Gizmo und ich,
und wir werde diesen Hündin feiern,
wir werden ihr leben feiern.

Und sie nie nie nie mehr vergessen und zusammen halten
um die zeit zu überstehen..

Jetzt wirds mir zu persönlich und klinke mich lieber aus..


EDIT:interessanter fänd ich es, wenn der Thread in den OT Bereich
verschoben würde. Denn das ist ein allgemeines Thema..
Für jeden Tierhalter.

Beitrag von: Kobold am 21.12.2008 - 23:22 Uhr
Eigentlich mag ich auf so einen Thread nicht antworten, ich tu es aber jetzt trotzdem mal.

Ich schätze dies ist alles eine Frage der Ethik. Ethik ist eine menschliche Sache, Tiere kennen so etwas nicht. Aber man darf weder das Tier zum Menschen machen noch den Menschen zum Tier, denn es gibt nun einfach definitive Unterschiede in der Kommunikation.

Um es kurz zu machen (ich mag nicht so weit ausholen obwohl ich mir die Finger zu dem Thema wundschreiben könnte weil es mich im Kern trifft und ich immer wieder und ausgiebig darüber nachdenke): ich würde ein Tier einschläfern lassen wenn ich der Meinung bin dass es sich quält. Ein Tier nicht gehen lassen zu wollen ist Menschlich, nachvollziehbar - und oftmals egoistisch. Ich kann ein Tier bis zu einem gewissen Grad einschätzen, eben so wie es jeder liebevolle Tierhalter mit einem jahrelangen Begleiter kann. Ich mag mir nicht anmaßen zu beurteilen was ein Tier letztendlich fühlt. Ich bin überzeugt davon dass Tiere Emotionen haben (wie vermessen muss man sein um die Augen davor zu verschließen?). Aber ich gehe auch von gewissen Grenzen aus die nun einmal naturgemäß in der Kommunikation vorhanden sind. Mag jeder denken was er meint, aber Tierkommunikation halte ich für Geldschneiderei, denn ich bin generell kein Mensch der esotherisch veranlagt ist und das fällt für mich in eine Kategorie.

Ich bin Tierfreund, "Mama" für meine Miezen, versuche ihr bester Freund zu sein und ihr schlimmster Alptraum (wenn es ums Bürsten zu ihrem Wohl geht) und wenn ich Tierhalter bin, dann bin ich auch "Gott". Dies ist jetzt nicht wörtlich zu nehmen, ich meine damit dass mir das Wohlergehen, die Fürsorge, die Gesundheit und der unweigerliche Abschied von meinen Tieren auferlegt ist sobald ich mich entscheide diese zu mir zu nehmen.

Der Tod eines Tieres ist eine natürliche Sache. Die gemeinsame Zeit ist immer viel zu kurz und gerade wenn es dem Tier schlecht geht möchte man sein Herzblut dafür geben dass man ihm helfen kann - denn man leidet mit jeder Faser des Körpers mit. Mitleid ist eine menschliche Emotion, ein Tier handelt nicht nach unseren Werten, ansonsten wären viele Carnivoren wohl schon ausgestorben oder Vegetarier geworden. Ich persönlich tue mich äußerst schwer damit mir vorzustellen dass z.B. meine Katze mit einem unheilbaren innerlichen Tumor, FIP im Endstadium oder anderen tödlichen Erkrankungen vor mir liegt und sich "denkt": "Ich möchte noch ein bisschen leben." Schmiedet eine Katze noch Pläne für ihre Zukunft? Möchte sie nochmal ein bisschen mit der Katzenminze im Garten schmusen im nächsten Frühjahr? Oder ist das lediglich die Projektion unserer eigenen Gefühlswelt und die Katze möchte einfach keine Schmerzen haben weil sie leidet und jedes Wesen Leid als schlimm empfindet? Wir werden es nicht herausfinden und in meinen Augen ist der Versuch ein bisschen Augenwischerei und das Übertragen unserer menschlichen Gefühlswelt auf unsere Tiere. Es ist wichtig und Grundvoraussetzung sich über seine Tiere und ihre Bedürfnisse zu informieren und ihnen alles zu bieten damit sie sich artgerecht entfalten können (soweit dies in domestizierter Haltung möglich ist). Aber vermenschlichen sollte man sie nicht. Und leiden lassen auch nicht. Wenn mir mein Schmusemiez am Herzen liegt gehört auch das Loslassen zu den Dingen die ich tun kann damit es ein gutes Leben bei mir hat. Gnade ist das Wort dafür.

Übrigens (nur am Rande) würde ich mir wünschen man könnte mich einschläfern, sollte ich jemals an den Punkt kommen an dem ich vor Krankheit und Leid nicht mehr leben möchte. Ich finde es unzumutbar wie dem Menschen die Menschlichkeit und Würde verwehrt bleibt - und das obwohl ich ein Mensch bin der das Leben und unsere Welt liebt. Aber das gehört hier nicht mehr hin.

Beitrag von: Mrs.Charlotte am 23.12.2008 - 16:40 Uhr
Danke, mopsmom, das ist genau die Haltung, die ich durch meinen Thread bei dem Einen oder Anderen erreichen möchte. Ich kann jedes Wort in deinem Beitrag unterstreichen.

@Kobold: Deine Einstellung zu Tierkommunikation ist weit verbreitet. Trotzdem urteilst du hier, ohne eigene Erfahrungen gemacht zu haben. Ich habe einen Hochschulabschluss in Physik und einige Ahnung von Quantenphysik, und das erlaubt mir, viele Dinge, die in die Schublade „Esoterik“ eingeordnet werden, mit anderem Verständnis zu sehen. Und zwanzig Jahre Berufserfahrung als Therapeutin mit Menschen und manchmal auch mit deren Tieren haben mir erlaubt, im Laufe der Jahre einiges an Scheuklappen abzulegen und eigene Erfahrungen höher zu bewerten als wissenschaftliche Beweise. Aber ich gebe zu, mit 28 habe ich ähnlich gedacht wie du.

Ich glaube nicht, dass Lebenswillen irgend etwas mit Zukunftsplanung zu tun hat. Bei Menschen hat er manchmal mit der Angst vor dem, was „danach“ kommt, zu tun. Aber Tiere kennen diese Angst nicht. Sie leben einfach im hier und jetzt. Leben wollen ist ein Grundbedürfnis. Wir Menschen mit unseren heute möglichen medizinischen Fähigkeiten haben hier alle möglichen Grenzen verschoben, und wir haben allen Grund, uns vor diesem Am-Leben-gehalten-werden zu fürchten. Aber ein Sterbeprozess ist ein natürlicher Übergang, der liebevoll begleitet werden sollte. Ich möchte in den meisten Fällen, die ich mir vorstellen kann, meinem Tier wenn notwendig mit einem Schmerzmittel die Schmerzen nehmen und dann einfach bei ihm sein. Und wenn ich im Herzen spüre, dass es gehen will und dazu meine Hilfe braucht, dann hole ich den Tierarzt...

Beitrag von: hascherl84 am 23.12.2008 - 21:51 Uhr
@Mrs. Charlotte

Nach deinem Beitrag hier wenns gehen würde, dann wäre ich heute eine Tiermörderin.
Ich habe vor 3 Monaten meine Thaili einschläfern lassen, weil sie schwer Herzkrank war. Hab sie aber nicht deswegen einschläfern lassen , sondern weil sie dann noch extreme Epis dazu bekommen hat. Sie war 14Jahre. Sie bekam eh schon viele herzmedis, Wassertabletten, Sauerstofftabletten, usw. Auch Cortison fällt mir grad ein. Und dann hätte ich ihr auch noch gegen die Epis was geben sollen? Also.irgendwann ist auch mal Schluss. Eine Katze am Leben zu lassen und nur noch mit Medis voll stopfen, blos weil der Mensch so egoistisch ist? Da hab ich vier Tage lang zugesehn(eigentlich schon zu lange). Sie wollte vielleicht noch Leben, ich weis es nicht, aber ICH wollte ihr das Leiden ersparen.

Am Freitag, am 19.12.08 um 16.40Uhr hab ich unsere Berle 22 Jahre einschläfern lassen, sie wollte mit Sicherheit auch noch Leben, aber was ist das für ein Leben, wenn man nur noch orientierungslos ist, und nur noch in der Gegend rumpullert und sich nicht mehr putzt, sich zurückzieht usw. Obwohl Katzen reine Tiere sind. So wie du das geschrieben hast, muss ich ja annehmen das ich sie umgebracht hab.

Du machst ein irgendwie ein schlechtes Gewissen. Meine Berle hätte man evtl. auch mit Schmerzmittel noch behandeln können. Aber vergleich das mit einem über 100Jährigen Menschen der nur noch Bettliegrig ist,und Morphium bekommt weil sie so viel Schmerzen haben. So wäre das mit meiner Berle gewesen. Muss ich ihr die Qualen noch antun mit 22 Jahren? Ich glaube nicht.
Ich hab Berle über alles geliebt, ich bin mit ihr aufgewachsen und ich hätte alles dafür getan damit sie noch hier wär.

Beitrag von: Mrs.Charlotte am 24.12.2008 - 10:49 Uhr
Hallo Hascherl

Es liegt mir fern, irgend jemand ein schlechtes Gewissen machen zu wollen. Auch habe ich mich nicht GEGEN das Einschläfern ausgesprochen, sondern dafür, genau hinzuspüren und sich auf sein Herz (und nicht auf die Ratschläge anderer) zu verlassen, wenn es um dieses Thema geht. Wenn es also für dich im Herzen stimmt, wie du entschieden hast, ist doch alles ok.

Ich bin mir darüber im Klaren gewesen, dass ich hier nicht ein Thema anspreche, bei dem jeder mitkann. Aber ich wollte einen Bewussttseinsprozess und eine Diskussion darüber anstossen für diejenigen, die sich davon berühren lassen. Ich habe keine fertigen Antworten, darum wehre ich mich auch gegen die fertigen Antworten anderer, die mir manchmal wenig reflektiert erscheinen.

Ganz sicher soll und kann es nicht darum gehen, Vergangenes zu verurteilen. Eine Entscheidung, die du nach bestem Wissen und Gewissen getroffen hast, ist so in Ordnung. Aber da wir als Tierhalter immer wieder vor solchen Entscheidungen stehen werden, kann ein wenig Bewusstseinsklärung hier nichts schaden.

Ich wünsche euch allen wunderbare Weihnachtstage

Charlotte

Beitrag von: Die_NaDiNe86 am 24.12.2008 - 13:25 Uhr
Als mein Tommi eingeschläfert wurde, ging auch alles ganz schnell.

Wir fuhren zur TÄ, weil er tagelang nicht mehr gegessen hat und nur noch rumhing. Letztendlich musste sie ihn operieren, weil sie eine dunkle Geschwulst am Röntgenbild gesehen hat und diese auch ertastet hat. Es war ein Tumor im Darm und als sie ihn operierte, sah sie, dass zusätzlich noch die komplette Milz voll mit Tumoren war. In so einem Fall kann man nichts mehr machen!

Ich finde, dass man eine Katze, die krank ist, nicht noch länger am Leben lassen sollte, als nötig. Sie leidet doch nur unnötig.

Wenn man allerdings noch etwas für die Katze tun kann, dann sollte man sie nicht vorschnell einschläfern lassen. Ich hätte alles Menschenmögliche für meinen Kater getan, wenn es geholfen hätte.

Ich habe mal eine Frau gekannt die erzählt hat, sie hat ihre Katze einschläfern lassen, weil sie sich die Pfote gebrochen hat. Das würde ich NIE tun. Da kann man weiß Gott noch was machen!

Nur wenn es an der Zeit ist, dann gibts leider kein Zurück mehr. Ich hätte meinen Tommi damals auch noch sehr sehr gerne viel länger behalten...

Beitrag von: *Minnie* am 24.12.2008 - 14:22 Uhr
Hallo Hascherl,

ich finde auch nicht, dass du dir Vorwürfe machen musst. Man sollte auch mal darüber nachdenken, wie es ist, wenn eine alte, demente Katze unsauber wird. Alles vollgepullert, Bett, Sofa etc. für den Tierhalter und das Tier auch eine extreme nervliche Belastung. Du bekommst das so gut nicht mehr raus und wenn es feststeht, dass der Tod nur noch eine Frage von wenigen Tagen bis wenigen Wochen ist, wozu noch warten, bis das Tier absolut nicht mehr kann? Ich bin mir sicher, dass das Tier es merkt, wie sehr der Halter unter der Situation leidet und es ist bestimmt nicht schön für es. Und ich würde auch keinen TA dafür verurteilen, wenn er deswegen die Einschläferung vorschlägt, obwohl er medizinisch noch etwas machen könnte. Und wenn man es mal nüchtern betrachtet, würde ein TA auch nicht schlecht dran verdienen, dem Tier noch sämtliches an Medikamenten, Aufbaunahrung und Infusionen zu verpassen, bis wirklich gar nichts mehr geht.

@ Allgemeinheit
Meine Oma war pflegebedürftig, aber bei klarem Verstand und fand ihre Situation unerträglich. Und sie war bestimmt nicht die einzige und wie viele haben überhaupt keine Chance mehr, sich zum Wunsch zum Sterben zu äußern? Nun, bei Menschen kann man höchstens lebensverlängerte Massnahmen ablehnen und das sollte man auch beim Tier. Wieso noch sämtliche Versuche, wenn der baldige Tod definitiv feststeht? Ja, ich oute mich hiermit als Befürworter der aktiven Sterbehilfe - unter strengen Auflagen natürlich.

Ich glaube auch nicht, dass ein Tier weiß, dass es irgendwann sterben wird und ehrlich gesagt, beneide ich die Tiere deswegen. Würde mir sämtliche quälende Gedanken ersparen, zwar wird hier der Tod tabuisiert, aber man wird trotzdem ab und zu damit konfrontiert, weil eben niemand ewig lebt. Und schon ist man sich wieder heftig seiner eigenen Sterblichkeit bewusst und man weiß, dass jeder Tag der letzte sein kann.

Und glauben kann jeder, was er will und es steht ihm auch das Recht zu, nicht zu glauben. Und was ich wie die Pest hasse, sind Sachen wie Zwangsüberzeugung. Mich wird man von Tierkommunikation nicht überzeugen und von Religion auch nicht und ich habe auch definitiv keine Lust dazu, mich darüber auszulassen. Es ist mir definitiv egal, welche Erfahrungen andere Leute damit gemacht haben und ich möchte, dass meine Meinung dazu auch respektiert wird.

Beitrag von: Kobold am 24.12.2008 - 16:45 Uhr
Zitat: Original von *Minnie*
Und glauben kann jeder, was er will und es steht ihm auch das Recht zu, nicht zu glauben. Und was ich wie die Pest hasse, sind Sachen wie Zwangsüberzeugung. Mich wird man von Tierkommunikation nicht überzeugen und von Religion auch nicht und ich habe auch definitiv keine Lust dazu, mich darüber auszulassen. Es ist mir definitiv egal, welche Erfahrungen andere Leute damit gemacht haben und ich möchte, dass meine Meinung dazu auch respektiert wird.


Da stimme ich Dir sehr zu, Minnie.

Zitat:
Trotzdem urteilst du hier, ohne eigene Erfahrungen gemacht zu haben.


Tststs!!

@Mrs. Charlotte:

Ich finde es interessant dass Du meinst ein Hochschulabschluss und höheres Alter würden helfen um Deine Einstellung automatisch nachvollziehbarer zu machen. Was der Rest der User hier so tut und erlebt hat weißt Du doch gar nicht und Deine Bemerkung mit den Scheuklappen ignorier ich jetzt schlicht und ergreifend, denn Du kannst einfach nicht beurteilen womit die Menschen in diesem Forum ihre Zeit verbringen. Ich weiß ja auch nicht was Du tust wenn Du den Rechner verlässt, das ist Deine Privatsache.

Trotzdem respektiere ich Deine Meinung auch wenn ich ihr weiterhin nicht im Geringsten zustimmen kann. Und das ist Einstellungssache, keine Frage des Alters oder des Studiums. Ich als tief atheistischer, realistisch, logisch und vor allem ethisch denkender Mensch kann mit so einem Hokuspokus schlicht nichts anfangen; ob "Physik" oder nicht. Das sind für mich konkret zwei unterschiedliche Schubladen und das bleibt auch so. Erklär mir dass Aliens theoretisch körperlich irgendwo existieren müssten und ich glaube Dir vielleicht wenn Du mir Studien vorlegen würdest, aber Tierkommunikation gehört in meinen Augen in die Welt der Mythen und Legenden, genau wie der Allmächtige oder irgendwelche übernatürlichen Wesen... da ändert auch der ´zigste Thread zu dem Thema nichts. Was ich schlimm daran finde ist dass Leute viel Geld dafür zahlen damit ihnen "geholfen" wird, denn Tierkommunikation ist in meinen Augen ein mächtig teures Vergnügen ohne "nachvollziehbare" Leistung. Mag sein dass ich da anderer Meinung bin als Du, aber ich nehme kein Blatt vor den Mund und würde jederzeit jemandem davon abraten und stattdessen vorschlagen sich eingehend mit dem Tier zu befassen was er hält, sich mal ein gutes Buch zuzulegen und dementsprechend die Haltung des Tieres zu überdenken und zu optimieren.

Ich möchte an dieser Stelle mal ein Beispiel nennen welches mir die Sache übel aufstoßen lässt, denn in meinen Augen fällt es in die gleiche Kategorie: kaum war der Vater meiner Freundin verstorben rief eine ehemalige Kollegin des Mannes bei der Witwe an und behauptete eine Botschaft aus dem Jenseits für sie zu haben. Wo liegt da der Unterschied? Ich fand das Verhalten unglaublich taktlos und die Glaubwürdigkeit braucht man wohl nicht diskutieren. Und solange Du mir nicht einen stichhaltigen Beweis für Tierkommunikation geben kannst ist es ebenso unmöglich jemandem für die Hoffnung auf Erfolg Geld für solch eine fragwürdige Aktion wie Tierkommunikation aus den Rippen zu leiern. Wenn Tierkommunikation existiert und funktioniert - warum bietet man diese Sache dann nicht kostenlos an um zu helfen und die Stichhaltigkeit öffentlich zu machen, sondern berechnet stattdessen ein feines Sümmchen?? Das erinnert mich eher an andere Praktiken. Nimm als lustiges Beispiel unseren "Erlöser", den Herrn Jesus von N. (hat übrigens heute Geburtstag). Der hatte angeblich ein mächtig beeindruckendes Repertoire an Dingen die er den Menschen vorführen und sie davon überzeugen wollte - und Geld hat er dafür nicht genommen, denn sonst wäre niemand hingegangen. :zustimm:

Dies hat schon jetzt im Endeffekt nur noch entfernt mit Einschläfern zu tun. Ich bin der Ansicht Du hättest einen anderen Titel wählen sollen, denn ich glaube eher dass es sich hier um einen Überzeugungsthread handelt. Interessant ist übrigens mal ein Buch zu lesen, z.B. das Manifest des evolutionären Humanismus. Denn wir sind und bleiben Menschen und keine Katzen. Und wir handeln wie Menschen. Denn das sind wir nun mal, egal wie aufmerksam man sein möchte.

Beitrag von: Mrs.Charlotte am 25.12.2008 - 14:42 Uhr
Es war sicher nicht die Absicht dieses Threads, jemand von TK zu überzeugen. Es geht und ging mir um einen sensibleren Umgang mit dem Thema Einschläfern. Dass ich dabei Bücher verschiedener Tierkommunikatoren erwähnt habe, sollte aufzeigen, dass dieses Anliegen nicht allein auf meinen persönlichen Überzeugungen fußt.

Wobei – wenn ich ganz ehrlich bin, habt ihr irgendwo recht. Denn TK ist einfach ein 6. Sinn, den die meisten Menschen, die mit Tieren zusammenleben, automatisch entwickeln, auch wenn ihnen das oft nicht bewusst ist. Und indem ich mehrfach darauf hingewiesen habe, wie wichtig es ist, hier auf euer Herz zu hören, habe ich natürlich genau diese Fähigkeit ins Spiel gebracht. Das kostet gar nichts, ist aber, wenn man etwas Übung darin hat ein wichtiges Hilfsmittel.

Ich nehme mir heraus, zu meiner Wahrheit zu stehen, zumal solche "außersinnlichen" Wahrnehmungen inzwischen längst ein Teil meines Berufs geworden sind. Ich rede in der Regel nicht darüber, aber ohne sie wäre meine Arbeit nicht halb so erfolgreich. Natürlich habe ich dabei mit Menschen zu tun und nicht mit Tieren, aber das Prinzip ist das selbe.

Daher möchte ich mich auch nicht einfach in die Schublade der dummen Eso-Tante stecken lassen, die sich das Geld aus der Tasche ziehen lässt oder, schlimmer noch, es anderen aus der Tasche zieht. Es sind Erfahrungen, die man nur selber machen kann, und für die es tatsächlich experimentell nachgewiesene naturwissenschaftliche Grundlagen gibt. Aber das würde hier wirklich zu weit führen.

Das Buch, das du mir empfohlen hast, liebe Kobold, habe ich bestellt und bin gespannt darauf. Es entspricht durchaus meinem „Beuteschema“ bei Büchern.

Beitrag von: Kobold am 25.12.2008 - 16:54 Uhr
Zitat: Original von Mrs.Charlotte
Das Buch, das du mir empfohlen hast, liebe Kobold, habe ich bestellt und bin gespannt darauf. Es entspricht durchaus meinem „Beuteschema“ bei Büchern.


Ich hoffe es gefällt Dir! Ich gestehe aus dem Nicken beim Lesen gar nicht mehr herausgekommen zu sein.

Beitrag von: Jolinar am 25.12.2008 - 17:55 Uhr
Ein schönes Thema und besonders passend.

Ich habe meine Katze am Freitag einschläfern lassen. Warum? Nun, da muss ich ausholen.

Vor ca. 7 Jahren wurde mein Gismo von einem Auto angefahren. Becken, Schwanz, Hinterbeine waren gebrochen und Nerven geschädigt. Es hieß, er würde nicht mal die Nacht überstehen, aber er hat! Dann hieß es, er habe sehr starke Schmerzen, er frisst nicht und wenn er innerhalb von 3 Tagen nicht frisst, wird er es nicht schaffen, wegen der Nervenschädigung. Am 3. Tag hat er gefressen.

ABER: Er hat keinen Kot und keinen Urin abgesetzt. Wir mussten die Blase ausdrücken und ich hoffte jeden Tag, dass... naja, ihr könnt es euch denken. Letztlich hat er! Zumindest groß... die Blase haben wir nie in den Griff bekommen. Er hat ins Haus gemacht, auf die Polstermöbel, Boden, überall hin. Nach dem Unfall ist er nie wieder auf´s Katzenklo, aber für mich stand nie zur Debatte ihn einschläfern zu lassen. Er hatte manchmal noch Schmerzen, aber er war gerne am Leben...

Vor 1,5 Jahren dann ein schlimme Entzündung im Darm. Wir haben sie therapiert, sie war weg und ist nach einer Woche wieder gekommen, das 3 Mal, bis wir drauf kamen, dass die Nieren schuld sind. Das hieß also für mich als damalige Schülerin und spätere Studentin ein 3 Mal so teures Fressen kaufen, Medikamente kaufen usw. Ich kam nie auf die Idee es, aus Geiz oder weil ich auf nichts verzichten wollte, nicht zu tun. Meine Katze brauchte es UND: Er hat auch das überlebt. Wir bekamen die Entzündungen in Griff, obwohl die Tierärzte meinten, es wäre unwahrscheinlich.

Es kam die letzten Monate eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung hinzu ein ein Herzproblem. Aber er lebte und es ging ihm gut. Nicht perfekt, aber gut. Gestern genau vor einer Woche merkte ich, dass es ihm schlechter ging. Beim Tierarzt stellten sie dann ein akutes Nierenversagen fest. Aber er hat noch gefressen. Es war allen klar, dass er es diesmal nicht schaffen würde. Ich war mir unsicher, wann die Zeit wäre, sein Leiden zu beenden, denn dieses Mal, litt er wirklich. Und für den folgenden Rat war und bin ich meiner Tierärztin unendlich dankbar. Sie meinte, ich würde merken, wenn es Zeit wäre. Ich glaube, das habe ich. Am Donnerstag hat er das letzte Mal gefressen. Er hatte Schmerzen und wollte nur bei mir liegen. Nur einmal sind wir raus und er hat getrunken. Es war Zeit...

Auch wenn er mir unendlich fehlt und auch, wenn ich mir immer wieder wünsche: "Nur 5 min mit ihm!", denke ich, es war richtig.

Fazit? Okay, hier mein Fazit: Katzen spüren, wenn es zuende geht. Katzen werden nicht eingeschläfert, wenn sie noch fressen. Wenn er nach einem Unfall, oder Krankheit, die therapiert werden kann, nicht frisst, kann man vielleicht abwarten, aber wenn nicht, so ist das Fressen einstellen ein Zeichen für jedne Halter. Ein Zusammenhang, der auch von der natürlichen Seite her einleuchtet.

Mehrarbeit weil ein Tier krank ist, oder Dreck macht oder oder, sind für mich Ausreden und es dann einschläfern zu lassen, betrachte ich als Mord. Das ist drastisch formuliert, aber so drastisch denke ich.

Beitrag von: hascherl84 am 25.12.2008 - 20:57 Uhr
@Jolinar

Es gibt bestimmt kein TA der eine katze einschläfert blos wenn sie krank ist.
Zumindest kenn ich keinen.Es müssen schon mehr Faktoren zusammen passen damit sowas geschieht.
Meine Thaili war 14 und schwer Herzkrank. Ich hab alles mögliche getan damit es ihr einigermasen gut geht.Sie bekam jeden Tag Medis. Und wenn´s mich im Monat 100 Euro gekostet hat, das war es mir wert.
Doch leider hatte sie den Kampf irgendwann verloren. Sie bekam noch schlimme Epis dazu. Ich musste entscheiden.
Sie bekam schon soviele Medis. (Fortekor 2,5er, lanitpo beides fürs Herz.)Dann bekam sie noch Wassertabletten, Cortisontabletten usw.
Dann war die Frage, sollte ich sie wieder mit noch mehr Medis vollstopfen gegen den Epi?
Was ist das denn für ein Katzenleben?
Vielleicht hätte ich ihr die Tabletten noch mitgeben sollen, ich weis es nicht.
Ich weis nur. sie hatte schon vielzulange gelitten und ich wollte ihr das Leiden weiter ersparen. Deshalb hab ich mich dann letzendlich fürs einschläfern entschieden. Vielleicht wollte sie noch Leben, vielleicht aber nicht mehr?
Gott, ich hab keine Ahnung.

Mit meiner Berle die ich am Freitag 19.12.08 einschläfern lassen hab, ist es ja auch so.
Sie war 22Jahre und die Nieren waren schon so gut wie hinüber.
Sie pullerte die ganze Wohnung voll.
Alle sitzbaren Möbel, sogar der Küchentisch wurde schon vollgepullert.
Unsere Berle war immer eine reinliche Katze, ging immer ins Kloo wenn sie musste.
Die letzten 3Monate gings richtig bergab.
Sie konnte nicht mehr auf die Couch, saß nur noch unter der Heizung oder hinterm DVD Player, pullerte einfach alles voll. Den Hausgang, ganze Wohnzimmer, die Küche, das Bad das Kloo. usw.....
Sie putzte sich auch nicht mehr. Sie frass aber noch wie wild.
Doch das Problem war, sie konnte es nicht mehr ausscheiden.
Meine TÄ erklärte es mir so, dass sich der Körper demnächst selbst Vergiftet, und sie dann ins Koma fällt und Tagelang dauern kann bis sie dann stirbt.
Das würde bedeuten, Quallvoll.
Sie wollte vielleicht noch Leben aber diese Qualen wollte ich ihr lieber ersparen.Meiner Meinung nach hat sie schon vielzulange gelitten.

Ich bin defenitiv dafür die Katze einzuschläfern sobald man merkt sie hat Schmerzen und nicht mehr will oder kann. Und nicht der Natur zu überlassen.
Dabei muss ich zugeben, diesen fehler hab ich leider Gottes mit Flecki gemacht. Ich wusste wie krank sie wahr und dachte noch vielleicht wird das wieder. Das war an einem Sonntag, und Montag hätt ich sie einschläfern lassen, doch Sonntag hatte sie sich zum sterben ausgesucht. Denn ab da an kam sie nicht wieder. Das ganze ist jetzt gut 2 Monate her. Heute hab ich richtig schlechtes Gewissen. Und hab mir geschworen das mir das mit meinen Katzen nicht wieder passiert.

Beitrag von: Jolinar am 25.12.2008 - 21:39 Uhr
Offenbar kam das nicht ganz klar rüber. Mit "natürlicher Seite" ich nicht, dass die Tiere verrecken sollen, sondern: Wenn Tiere das Essen einstellen, sagt ihnen der Instinkt, dass es vorbei ist. In der Natur werden sie "vom Fuchs geholt"...

Das Problem mit dem selbst vergiften kenne ich. Wie gesagt, bei meinem Gismo stand es damals auch zur Debatte. Hätte er nicht mehr "gekonnt", wäre es genauso gewesen wie bei deiner Katze, hascherl84. Auch deine Katze hätte vor dem Koma das Fressen eingestellt.

Wie dem auch sei. Letztlich hatte in meinem Fall die TA Recht. Ich werde es merken, wenn die Katze eingeschläfert werden sollte. Und in meinem Fall: Eine Katze die frisst, wird nicht eingeschläfert.

Beitrag von: hascherl84 am 26.12.2008 - 11:36 Uhr
@Jolinar

Du widersprichst dich.
Du schreibst, Katzen werden nicht eingeschläfert wenn sie noch fressen. Doch meine wurde eingeschläfert als sie noch gefressen hatte.

Beim anderem schreibst du, meine Katze hätte das fressen eingestellt, wenn sie vorm Koma ist.

Doch da ist es schon zu spät meiner Ansicht nach.
Aber jeder hat eine andere Meinung zum einschläfern.

Beitrag von: *Minnie* am 26.12.2008 - 13:19 Uhr
Zitat: Original von Jolinar
. Und in meinem Fall: Eine Katze die frisst, wird nicht eingeschläfert.


Ja, in deinem Fall. Du kannst hier aber keine Allgemeinaussage treffen und diejenigen, die hier im Forum fleissig mitschreiben und sich sehr um ihre Tiere und deren Wohlbefinden sorgen, treffen bestimmt keine leichtfertige Entscheidung oder finden sich gleich mit der ersten Aussage eines TA ab. Meine Minusch hat zwar noch ein bißchen gefressen, aber trotzdem bis auf die Knochen abgemagert, total desorientiert und schwach und ich habe es einfach irgendwie gemerkt, dass ihr alles sehr schwer gefallen ist.
Mein Katerle war noch voll da, hat aber nichts mehr gefressen, weil sich ein inoperabler Tumor über den ganzen Bauchraum ausgebreitet und alles abgedrückt hat. Ich hätte ihn weiter zwangsfüttern müssen, aber es war so gegen seinen Willen, dass es mir selbst wehgetan hat. Und da er auch keine Flüssigkeit mehr freiwillig aufgenommen hatte, hätte er sich auch innerlich vergiftet und das hätte ich als Verrecken bezeichnet.

@die lieben negativen Themenbewerter

Wenn euch das Thema nicht interessiert, ansonsten aber Anspruch hat, lasst doch die Bewertung einfach und klickt im Browser zurück. Es kommen weder sinnloses Geplapper noch Ausfälligkeiten vor, also was soll das? Und wenn Mrs. Charlotte die Überzeugung von TK hat, dann ist es ihr gutes Recht - so wie es jedem zusteht, daran zu glauben oder auch nicht. Ich kann mit dem Thema nix anfangen, geb ich offen zu, hab ich kein Problem damit, aber vielleicht interessiert es einen anderen.

LG Christine, der diese Funktion schon lange aufstößt.

Beitrag von: Kobold am 26.12.2008 - 22:46 Uhr
Zitat: Original von *Minnie*
LG Christine, der diese Funktion schon lange aufstößt.


Dies ist ein Trendbarometer - ich finde es nicht schlecht, denn es reflektiert was insgesamt gedacht werden mag........ wem dies nicht gefällt mag es bleiben lassen.

Beitrag von: Basheera am 27.12.2008 - 00:24 Uhr
Treeeeendbarometer...aaaaaaaaah ja....

sag mal weiter nichts dazu, sonst gibts eh wieder nur statt carte blanche die carte rouge

Beitrag von: *Bianca* am 27.12.2008 - 09:59 Uhr
Zitat: Original von Jolinar
Eine Katze die frisst, wird nicht eingeschläfert.


Also wenn wenn meine Katze inoperablen Lungenkrebs hat, keine Luft mehr bekommt, zu ersticken droht, die kann ich doch nicht zusehen und sie ersticken lassen, nur weil sie noch frißt????
(so war es bei Marie und Lady)

Da muß man einfach auch mal abwägen und nicht sagen, Katze frißt, wird nicht eingeschläfert. Man muß sehen, was das Tier für eine todbringende Krankheit hat....und wie das Ende für das Tier am einfachsten ist.....

Beitrag von: *Minnie* am 27.12.2008 - 10:49 Uhr
Zitat: Original von Kobold
Dies ist ein Trendbarometer - ich finde es nicht schlecht, denn es reflektiert was insgesamt gedacht werden mag........


Ja, und es ist sowas von manipulierbar, ich bin ja schon länger da und nicht blind. Äußert sich ein Mod oder Admin unerwartet positiv zum Thema...schwupps, sind die Daumen wieder höher. Nach dem Motto "ach, dann kann es ja gar nicht so schlecht sein". Total bescheuert

Zitat: Original von Kobold
wem dies nicht gefällt mag es bleiben lassen.


Ich lass es auch bleiben, eben weil ich es total doof finde. Also kann es meine Meinung und die anderer, die es genauso doof finden, überhaupt nicht reflektieren.

Beitrag von: Kobold am 27.12.2008 - 11:39 Uhr
Aha - nun sind wir es wieder. Danke für die Blumen. Auch ich als Mod bin nebenbei ganz normaler User und darf mal sagen was ich denke. Aber lassen wir das.

Nun bitte zurück zum Thema, denn das hat nichts mehr damit zu tun.

Beitrag von: caterina am 27.12.2008 - 14:49 Uhr
Hallo!
Also ich muss sagen, dass mich dieser Thread schon irgendwie beleidigt, auch wenn es nicht gewollt war. Aber allein die Erstellung des Threads suggeriert doch, dass es hier zumindest einige gibt, die sich diese Entscheidung leicht machen, die nicht im nötigen Maße auf ihr Tier achten. Und das empfinde ich als Beleidigung, denn ich finde etwas schlimmeres als ein Tier aus egoistischen Gründen zu früh oder zu spät einschläfern zu lassen, kann man sich kaum anhören müssen.

Ich hatte bisher das Glück in meiner eigenständigen Tierhaltung nur meinen sehr geliebten Hamster Antigone zu verlieren . Bei ihr war es absehbar, sie war alt und sie hatte Wasseinlagerungen beidseits des Bauches. Da sie auch bei Berührung kein Zeichen von Schmerz gab und ansonsten fit war, kam sie wieder mit nach Hause, wo sie dann noch ca. 10 Tage gelebt hat, bis sie mittags röchelnd aus dem Haus kam, wohl auf der Suche nach Wasser/Futter. Ich war nicht da, also hat mein Freund sie zum TA gefahren und einschläfern lassen. Keine Minute zu früh. (Das Wasser war zwei Tage vorher verschwunden, TA sagte nicht nochmal kommen. An dem Tag stellten sich raus, dass darunter zwei Tumore lagen) Auch Zuhause wäre sie sicherlich bald gegangen, sie hat es in der Transportbox nichtmal alleine in ihr Haus geschafft, aber jede Minute, die ihr Leiden verkürzt wurde, war es wert.

Gerade bei Hamstern wird "Solange er frisst, ist alles gut" oft als Argument genommen, aber ich finde das denkbar schlecht, denn gerade diese kleinen Tiere verstecken Krankheit und Schmerz so gut, dass es schon ernst ist, wenn man es sieht..

Und wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass ein Tier den Wunsch nach Leben äußern kann, denn das setzt wie Kobold (glaub ich ) schon ansprach, eine Vorstellung der Zukunft voraus. Ich denke was ich einen Tier zutrauen kann ist der Trieb nach Schmerzvermeidung und nach Erleben von Gutem (was auch immer das sein mag). In dem Moment, in dem nach dem Schmerz nicht relativ sicher ein Gutes kommen wird, das den Schmerz mehr als aufwiegt, sollte man das Tier verabschieden.

Meine ganz eigene Meinung ohne Anspruch auf Absolutheit.
Caterina

Beitrag von: Rosy am 27.12.2008 - 15:32 Uhr
Unser Tierarzt sagte bei dem Problem,man solle nachdenken und scharf beobachten, ob das Tier noch Lebensqualität hat.
Damals war es unsere alte,an Krebs erkrankte Katze Susi, die kaum noch laufen konnte,nackte Stellen hatte,aber noch mit Appetit und Genuss frass und am Leben beobachtend und(aus unserer Sicht) zufrieden und aufmerksam beobachtend teilnahm.
Sich auch noch in den Garten schleppte und am Törchen liegend alte Freunde begrüsste und die Sonne genoss.
Ohne Schmerzen das Ganze -oder mit leichten Schmerzmitteln OK ,also habe ich immer wieder neu überdenken müssen.
Oft dachte ich ---jetzt ist es soweit-und den Entschluss am nächste Tag umgeworfen.
Ich denke es gibt nur Anhaltspunkte...aber keine festen Regeln.
Jeder muss sein Tier in diesen Momenten gut beobachten um einschätzen zu können.
Allerdings ,nicht in Griff zu bekommende Schmerzen wären für mich eine Hinweis.---der Schluss kam bei ihr dann ganz schnell innerhalb zwei drei Stunden.
Starke Schmerzen würde ich einem Tier nicht unnötig lange zumuten,wenn sie nie mehr weg gehen werden.

Beitrag von: *Minnie* am 27.12.2008 - 16:03 Uhr
Zitat: Original von Kobold
Aha - nun sind wir es wieder. Danke für die Blumen. Auch ich als Mod bin nebenbei ganz normaler User und darf mal sagen was ich denke. Aber lassen wir das..


Ich hab nicht gesagt, dass ihr es seid, sondern dass sich anscheinend einige davon beinflussen lassen. Für mich ist die Meinung eines Mod genauso viel wert wie die eines normalen Users, ihr seid halt nur aus bestimmten Gründen dazu erwählt worden und habt ein paar mehr Funktionen und Eingriffsrechte. Mehr aber auch nicht.

Zitat: Original von Kobold
Nun bitte zurück zum Thema, denn das hat nichts mehr damit zu tun.


Ja, ist in Ordnung.

@caterina
da solltest du schon konkreter werden, denn es ist etwas anderes, ein altes und krankes Tier etwas früher einschläfern zu lassen als eine noch fitte, alte, aber unsaubere Katze. Und meiner Minusch ging es dreckig und vielleicht hätte ich es noch um ein paar Tage rausgezögert, wenn sie nicht so furchtbar unsauber geworden wäre. Aber was sind ein paar Tage...und übrigens ging es mir auch dreckig dabei.

Beitrag von: Mimi am 27.12.2008 - 23:02 Uhr
Hallo!

Ich bin zwar sonst nur bei den Hunden vertreten, aber dieses Thema geht ja generell um das Einschläfern.
Mein geliebter, alter Hund Zorro musste vor knapp 2 Jahren eingeschläfert werden und zu früh, war diese Entscheidung sicher nicht.

Ein Lauftier, das kaum noch laufen kann, führt kein artgerechtes Leben mehr. Mein Hund hat auch noch gefressen und wer alte Hunde kennt, weiß, dass die meisten mit zunehmendem Alter immer verfressener werden, sie können und haben ja nix anderes mehr, für mich also kein Indikator, wann man einen Hund einschläfern sollte.

Diese schwerste aller Entscheidungen wird auch nicht in der Öffentlichkeit getroffen und wildfremde Menschen konsultiert, sie wird im innersten Kreis der Familie getroffen, denn es ist eine sehr intime, emotionale Entscheidung und geht meiner Meinung nach auch niemand Außenstehenden etwas an.

Ich würde auch niemals deshalb einen selbsternannten Tierkommunikator danach fragen, hierbei stelle ich weniger in Frage, dass es solche Menschen geben mag, die eine ganz besondere Gabe haben könnten. Ich stelle aber in Frage, dass die Menschen, die sich in unserer Wohlstandsgesellschaft als solche bezeichnen, dieses Fähigkeiten besitzen.

Denn selbst wenn ich völlig offen so eine Sache betrachte, wird mich kein Mensch dieser Welt davon überzeugen können, dass es den Hund oder ein anderes Tier interessiert, ob es seine blaue oder rote Schmusedecke lieber mag, sehr wohl wird es aber ein Tier interessieren, ob man ihm gesunde Organe herausmetzgert oder nicht, komischerweise wird so etwas bei TK´s nie erwähnt.

Anders als Menschen, lassen sich Tiere fast nie gehen, sie "kämpfen" bis zum Schluss um ihr Leben, ihr Überlebensinstinkt ist sehr stark und mein alter Hund hätte sicher noch Wochen, vielleicht sogar Monate gekämpft, er hätte sich jeden Morgen gefreut, wenn ich aufgewacht wäre, hätte alles gefressen, was ich ihm hingestellt hätte, hätte sich bei jedem Besuch hochgequält um ihn zu begrüßen und hätte mir zu Liebe auch in jeden Ball gebissen um mir zu zeigen, dass er sich freut, wenn ich mit ihm spiele, aber zu welchem Preis:

Jeden Tag 15 x aufgehoben zu werden, für nichtmal mehr 5 Minuten Gassi gehen, beim Koten in die eigene Kacke zu kippen oder einfach nur noch daheim im Liegen zu Koten, in seiner eigenen Pisse aufwachen und sich alle ekzemübersäten Gliedmaßen wundzulecken, nur weil ich als Mensch zu egoistisch gewesen wäre ihn loszulassen. NEIN!

Es war die richtige Entscheidung und auch wenn ich jetzt wieder tränenüberströmt vor dem PC hocke, wenn ich daran denke, vielleicht wäre es noch früher besser gewesen, für uns alle, Hund wie Mensch.

Ciao Mimi

Beitrag von: *Minnie* am 28.12.2008 - 02:41 Uhr
Zitat: Original von Mimi
Jeden Tag 15 x aufgehoben zu werden, für nichtmal mehr 5 Minuten Gassi gehen, beim Koten in die eigene Kacke zu kippen oder einfach nur noch daheim im Liegen zu Koten, in seiner eigenen Pisse aufwachen und sich alle ekzemübersäten Gliedmaßen wundzulecken, nur weil ich als Mensch zu egoistisch gewesen wäre ihn loszulassen. NEIN!


Und da gehe ich auch mal von mir aus, ich würde mich auch elend fühlen, wenn ich nicht mehr alleine essen, mich umdrehen und auf Toilette gehen könnte; vor allem bei klarem Verstand. Ich hab`s bei meiner Oma erlebt, möchte aber nicht näher drauf eingehen, weil es nicht hier hin gehört. Das wäre für mich ein unwürdiges Leben und da würde ich mir wünschen - wenn aktive Sterbehilfe erlaubt wäre - dass man meinen Zustand beenden würde. Oder wenigstens mich nicht zwangsweise irgendwie am Leben halten würde, gerade wenn ich ein Alter erreicht hätte, in dem ich mein Leben gelebt und nicht unbedingt noch auf dieser Erde sein müsste.

Beitrag von: hascherl84 am 28.12.2008 - 10:05 Uhr
Ich finde es schrecklich wenn man sich darüber irgendwie streiten muss. Es ist doch eigentlich selbstverständlich,wenn man ein Tier hat, dass man sich um sie sorgt und ihr wohlbefinden stärkt.
Dazu gilt auch,dass man, wenn man weis sie sind totkrank oder wenn ein Tier wegen altersbedingten Umständen (auch wenn es noch frisst), es dann in aller Würde gehen lässt. Das hat doch jedes Tier verdient, oder?
Da hilft kein Kommunikatör, kein Hellseher, und was weis ich sonst was.
Ich als Mensch muss darüber entscheiden wies mit meinen kranken oder(alten kranken)Tier weitergeht.
Und dazu gehören halt auch mal diese Entscheidungen im Leben dazu.
Ich musste jetzt innerhalb von drei Monaten mich von 3 Mietzn verabschieden. So weh wie es am Anfang tat, aber es musste sein.

Will gar nicht drüber nachdenken wieviel Tiere sich vor den Tod noch quälen weil der Mensch so egoistisch ist.

Beitrag von: caterina am 28.12.2008 - 19:45 Uhr
Zitat: Original von *Minnie*

@caterina
da solltest du schon konkreter werden,

Nein, das habe ich absichtlich nicht gemacht, was würde ich mir denn herausnehmen, deine Situation mit Minusch oder die von irgendjemand anderem zu beurteilen oder gar zu bewerten? Das fände ich vermessen.
Caterina

Beitrag von: *Minnie* am 29.12.2008 - 13:04 Uhr
Zitat: Original von caterina
Nein, das habe ich absichtlich nicht gemacht, was würde ich mir denn herausnehmen, deine Situation mit Minusch oder die von irgendjemand anderem zu beurteilen oder gar zu bewerten? Das fände ich vermessen.
Caterina


Ich weiß ja nicht, ob es überhaupt jemanden in diesem speziellen Thread betrifft, deswegen hab ich einfach mal nachgefragt. Ich kann mich z.B. in einem anderen Thread daran erinnern, dass jemand seine unsaubere, aber jüngere und gesunde Katze einschläfern lassen wollte, wenn er nicht gleich ein neues Zuhause für sie findet. Das finde ich auch nicht in Ordnung. Da sollte man schon jemanden finden, der mit so einer Situation zurechtkommt z.B. haben viele in ihrem Haus überwiegend Fliesen oder ähnlich robusten Boden, wo es nicht so tragisch ist, wenn doch nicht ins Klo gepieselt wird. Und die Katze auch nicht ins Schlafzimmer kann, weil viele dann doch gerne ins Bett pieseln.
Ich bekomm ja auch ab und zu eine Rundmail, wer so eine Katze aufnehmen kann. Also da muss man schon sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, auch wenns mit Geduld und Anstrengung verbunden ist.

Beitrag von: caterina am 29.12.2008 - 16:40 Uhr
Klar, Minnie, aber das ist ja wieder eine ganz andere Situation, in der es offensichtlich nicht mit großen Problemen/Schmerzen der Katze einherging.
Caterina

Beitrag von: hummel128 am 29.12.2008 - 18:40 Uhr
Hallo zusammen,

Ich denke jeder Tierhalter wünscht sich für seinen Liebling, dass er einfach in Ruhe und ohne Schmerzen einschläft, wenn seine Zeit gekommen ist. Aber mal ehrlich - in den allermeisten Fällen bleibt das doch reines Wunschdenken.
Mein Vater hatte bisher 16 feste Familienhunde, 2 davon sind während ihrer Arbeit ums Leben gekommen, 3 wurden abgegeben und alle anderen mussten irgendwann eingeschläfert werden.
Für uns war immer klar, dass einschläfern die allerletze Möglichkeit ist und erst dann genutzt wird, wenn es einfach nicht mehr anders geht.
Leichtfertig wurde nie einer der Hunde eingeschläfert, mein Vater hat immer sehr sehr lange gebraucht, bis er sich zu dieser Entscheidung durchgerungen hatte, ganz egal ob der betreffende Hund 2, 6 oder 12 Jahre alt war.

Ich denke wenn man bis dato immer zu den aufmerksamen Tierhaltern gehört hat, der die Signale seines Tieres immer richtig deuten und einordnen konnte, man quasi ein gewisses Gespür für SEIN Tier hatte, dann wird man merken wann der Zeitpunkt gekommen ist, seinen Liebling gehen zu lassen.

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